Going deep: Magische Yoga Wochen in Bali

Bali Buddha Figur SteinGastbeitrag von Erika Maria van Gorkom |

Ankunft Bali / Flughafen Denpasar, Mitte Dezember, abends. Wir kommen aus einem völlig ungemütlichen, nasskalten Deutschland. Der Flughafen Denpasar wurde erst kürzlich völlig umgebaut und vergrössert, sodass man sich – wenn man schon mal da war – erst mal orientieren muss. Nach Erledigung der Formalitäten verlassen wir die klimatisierte Halle. Als wir nach draussen ins Freie kommen, überfällt uns die tropische Wärme so unvermittelt und wir müssen erstmal durchatmen. Was uns nicht fremd ist, ist der Lärm, den Grossstädte so an sich haben. Denpasar und das anliegende Kuta sind das Touristen Zentrum und nicht unser Ziel.

Wir fahren weiter in den Norden der Insel, nach Lovina. Hier ist die Insel ursprünglich und ruhig.

Wir treffen uns jeden Morgen um 8 Uhr und abends um ca. 18 Uhr zum Yoga. Morgens um 8 Uhr auf der Matte zu stehen, ist schon ziemlich früh, wenn man Urlaub hat. Später wird es allerdings ziemlich heiss, sodass wir gerne früher aufstehen.

 

Bali Statue WasserspeierDie warme, inspirierende Umgebung, die üppige Vegetation, das monotone Rauschen des Meeres verscheucht die Schläfrigkeit, die Trägheit und wir haben uns ohne grössere Schwierigkeiten relativ schnell eingefunden in diesen Ablauf, freunden uns schnell mit der Atmosphäre an, die uns sanft umfängt. Wir lassen uns hineinfallen in einen Rhythmus, der weitaus gemächlicher und gemütlicher abläuft, als zuhause. In den nächsten Tagen fallen der Druck, Hektik und Stress, die wir mitgebracht haben, ganz von selbst immer mehr ab.

Bali Tempel OpfergabenAuf dem täglichen Weg zum Yoga Center kommen wir an Bambus-Hütten vorbei, an Ständen mit Stapeln an Melonen, an einem grossen Markt, mit einem üppigen Angebot an exotischen Früchten, Gemüse, Eiern, Hühnern, Schuhen, Tüchern, Bekleidung und vielem mehr.

Yoga und Meditation in Bali sind ein Erlebnis. Es ist schon klar, dass man im Urlaub die Übungen lockerer angeht, dass alleine schon wegen der Wärme der Körper geschmeidiger und der Geist entspannter ist. Aber das alleine ist es nicht. Die Insel verbreitet einen Flair, den man als feminin, weich und sanft bezeichnen kann. Die Atmosphäre ist angefüllt mit der Hingabe und Verehrung der Menschen an ihre Religion und die religiösen Rituale. Die Balinesen sind in der Hauptsache Hindus. Es gibt eine Unmenge an Tempeln, in den Gärten der Häuser stehen kleine Tempel und Nischen mit den Figuren der Buddhas und Götter, von denen es unendlich viele gibt im Hinduismus und im Buddhismus.

Bali Priester Tempel ZeremonieDie meisten Balinesen stellen täglich morgens als Opfergabe aus Bananenblättern gefertigte kleine Schalen gefüllt mit Reis auf die Strasse vor ihrem Haus auf, verbunden mit einer Räucherung, um die Geister günstig zu stimmen.

Bei meinen Meditationen auf der Insel fällt mir immer auf, dass ich mich viel leichter tue, als zuhause, dass ich empfänglicher bin, mich leichter öffne.

Ich habe das einem Deutschen bei meinem Besuch geschildert, der ebenfalls im Norden eine wunderschöne Anlage für Retreats usw. betreibt und der schon sehr lange dort lebt. Er meinte, es könne auch daran liegen, dass Bali eine vulkanische Insel ist und dass das Vulkangestein ziemlich nahe unter der Kruste liegt und daher das erdmagnetische Feld direkter wirkt. Es ist magischer.

Jedenfalls erfüllen uns die Stunden, die wir mit Yoga, mit Meditation und Atemübungen verbringen mit Zufriedenheit, mit einem ausgesprochenen Wohlbefinden, mit völliger Entspannung, die während des Tages weiterhin unsere Begleiter bleiben.

Bali Reisfelder TerrassenWir besuchen Tempel, Wasserfälle, wir trekken durch Reisfelder, ins Landesinnere, erfreuen uns an der üppigen Vegetation, ergötzen uns an dem einfachen, aber überaus wohl schmeckenden Essen, geniessen die herrlichen balinesischen Massagen.

In Lovina kann man Delfine beobachten, allerdings muss man um 5 Uhr früh mit den typischen Auslegerbooten aufs Meer hinaustuckern, in denen etwa 5 Personen Platz haben. Wenn man Glück hat und die Delfine begleiten das Boot ein Stück, dann geht einem das Herz auf, denn Delfine lächeln und auf dem eigenen Gesicht entsteht automatisch auch ein freudiges Lächeln.

 

Bali Reisfeld BalinesinVulkane kann man auch besteigen. Dann muss man allerdings noch früher aufstehen. Schliesslich möchte man den Sonnenaufgang um 6 Uhr erleben und der Aufstieg dauert ca. zwei Stunden.

Auf diese Art und Weise vergehen die Tage im Flug, man fühlt sich bereichert und beschenkt, von der Insel, vom Yoga, der Beschäftigung mit sich selbst, von den schönen und freundlichen Menschen.

Mit tiefem Dank im Herzen müssen wir uns ein bisschen wehmütig verabschieden.

Erika Maria van Gorkom / www.yoga-aktiv.org
Dorfstrasse 17, D-83236 Übersee, +49  (0)8642 – 59 64 12

 

Wir bedanken uns ganz herzlich für den inspirierenden Gastbeitrag!